Im Outing fühlt sich jeder erst einmal alleine und im Stich gelassen.
Wir kommen mit den eigenen Gefühlen nicht mehr zurrecht und wissen nicht was
wir tun sollen, sind verwirrt und das schlimmste ist oft, dass wir nicht wissen wem wir uns anvertrauen können.
Wir fühlen uns "unnormal" und denken, dass keiner uns verstehen kann. Doch tausende anderer Jugendlichen
gehen dieselben Fragen durch den Kopf und verursachen schlaflose Nächte... hier sind einige wenige Gedanken wiedergegeben:
 
 
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    Bin ich normal ?
    Ja!!!! Schwulsein ist nichts unnormales. Ob bei Mensch oder bei Tier... diese Form der Sexualität kommt immer und überall vor.

    Im alten Griechenland war es sogar schick einen Geliebten zu haben. Nichts unnatürliches. Es ist der Christenglaube, der die Homosexualität etwas in die Ecke stellt. Doch wie so oft ist das eigentlich nur eine Fehlinterpretation der Bibel. Nirgends ist etwas dagegen zu finden.

    Schwulsein bedeutet einen Mann zu verehren und zu lieben... eine Eigenschaft, die sehr hoch gehalten wird. Kein Mensch kann einem vorschreiben wen er zu lieben hat.

    Klar.. eigene Kinder werden wir wohl nie haben und das macht vielen von uns zu schaffen. Aber eine Adoptionsregelung wird immer lauter und wird eventuell ein den nächsten Jahren kommen.

    Kopf hoch!


 

    Was werden die anderen sagen?
    Das kann keiner vorher sagen...

    Aber soviel dazu... wenn Du Dich quälst und innerlich zerrissen fühlst machst Du Dich kaputt. Und das ist es doch echt nicht wert, oder? Wenn Du es Deinen Freunden sagst und diese können es nicht akzeptieren... dann sind sie eigentlich Deiner Freundschaft nicht wert. Ein Freund muss immer zu seinen Freunden stehen können.

    Und ganz nebenbei.. warum sollte es sie stören? Du willst keine Beziehung mit ihnen und mit wem Du eine aufbaust.. das sollte ihnen egal sein.. Hauptsache Du bist glücklich!

    Ich kann nur von mir berichten:

    Ich habe mich nach und nach bei meinen Freunden geoutet...
    Keine einzige schlechte Erfahrung habe ich gemacht.. ganz im Gegenteil... meine Offenheit bewirkte meist, dass sich meine Freunde auch geöffnet haben und die Vertrauensbasis wurde gefestigt

    Ganz klar... wir alle hatten eine monstermäßige Angst vor dem "ich bin schwul"... das bedeutet auch nur, dass uns etwas an der Freundschaft liegt. Aber wenn die erste Hürde überwunden wurde wird es schon viel einfacher.


     
     

    Muss ich mich verstecken?
    Nein... Du musst ganz einfach so leben wie vorher.

    Aber eines kannst Du... zu Dir stehen, endlich wissen, wer Du bist. Kennst Du das Gefühl des Umherirrens? Nicht wissen was Du willst?
    Wenn Du Dich selbst akzeptieren kannst, dann kannst Du viel freier leben.
    Sobald Du sagen kannst: "Ich bin wie ich bin", dann kannst Du Frieden mit Dir selbst schließen.
    Nein, Du musst Dich nicht verstecken. Vor allem nicht vor Dir selbst. Oft zieht sich ein Jugendlicher im Outingprozess in sich zurück und weiß einfach nicht mehr vorwärts. Es erfordert viel Kraft wieder zu einem geregelten Leben zu finden. Oft hilft es andere Schwule kennen zu lernen. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Am einfachsten ist es wahrscheinlich eine Kontaktanzeige aufzugeben... nicht gleich zu Beziehungszwecken.. sondern einfach mal Bekanntschaft.. zum quatschen und um Erfahrungen auszutauschen. Das hilft sehr.

 

    Bin ich allein?
    Definitiv nein....

    Jeder 10. Mann ist schwul ( wahrscheinlich mehr ) und die meisten heterosexuellen Männer haben durchaus ab und zu homosexuelle Phantasien.

    Einen Blick für Schwule bekommt man erst nach einer ganzen Weile aber es gibt für den Anfang zahlreiche Möglichkeiten Personen kennen zu lernen.

    Die einfachste Möglichkeit ist wohl das Internet.

    Erste Neugierige Kontakte kann man in verschiedenen Chat-Räumen machen. Die Adressen findest Du in Suchmaschinen.

    Achtung: Viele dieser Chats sind inzwischen zu reinen "fick-mich-heute-noch--brauche-es-dringend"-Räumen verkommen. Lass Dich bloß nicht davon abschrecken und suche Dir einfach einen anderen Chat.

    Es gibt dann noch Kontaktanzeigen...im Netz oder Zeitung... egal. Auch hier kannst Du erste Kontakte aufbauen.

    Wenn Du sowieso schon Disco-Gänger bist kannst Du Dich auch in die Szene wagen. Adressen findest Du z.B. bei www.eurogay.de oder bei www.homo.de. Es ist jedoch die Frage, ob man in Kneipen oder Discos allein gehen sollte, denn ob man dann den Mut findet jemanden anzuquatschen ist die andere Frage.

 

    Was bedeutet
    Schwul zu sein bedeutet Gefühle für einen anderen Mann zu empfinden. Ihn zu lieben und zu begehren. Den Wunsch zu haben mit einem Mann zusammen zu sein und ihn zu respektieren und zu akzeptieren.

    Oft wird Schwulsein mit Homosexualität gleichgesetzt. Aber das ist nicht ganz wahr. Homosexualität bedeutet nur Sex mit dem gleichen Geschlecht zu haben.

    Natürlich ist Sex ein sehr wichtiger Faktor in der Beziehung und es ist ein sehr starker partnerbindender Faktor... aber der schwule Mann liebt eben auch seinen Sexualpartner.

    Ganz nebenbei angemerkt: “Schwul” kommt von schwehlen aus dem Mittelalter... einer Zeit in der die Kirche so freundlich war homosexuelle Männer zu verbrennen ... ein Brauch, den man heutzutage netterweise eingestellt hat.

 

    Wie sage ich es meinen Eltern?
    Es gibt da keine Taktik, die immer anzuwenden ist.

    Es kommt ganz auf Deinen Charakter an. Natürlich ist ein offenes Gespräch immer ein sehr vertrauensbeweisendes Mittel, aber auch per Brief oder alle denkbaren Methoden sind möglich.

    Nur im Streit sollte man das herausgeschleuderte Outing vermeiden, weil die Eltern dies dann als einen Angriff sehen könnten und nicht als das, was es eigentlich ist: Der Wunsch zu sich selbst stehen zu können und der größte Vertrauensbeweis, den Du den Eltern entgegenbringen kannst.

    Habe Verständnis für Deine Eltern, denn sie sind in einer nicht vorhersehbaren Situation. Erkläre Deine Gefühle und Ängste. Sie sind Deine Eltern, die Dich lieben und Dein Glück muss für sie an erster Stelle stehen.

    Aber auch sie werden mit Gedanken konfrontiert sein, die ihnen Angst machen.

    Und auch wenn es Dich schon viel Kraft kostet zu sagen, was mit Dir los ist, so benötigst Du noch einmal Deine Kraft um ihnen zu erklären, was Du empfindest. Nur wenn Du so offen wie möglich bist werden sie Dich verstehen können.

    Keine Sorge.... die meisten Eltern haben überhaupt keine Probleme damit. Aber wenn Deine Eltern es nicht verstehen können, dann werden sie es, wenn sie wissen, wie Du fühlst.

 

    Wie gehe ich nur mit Gefühlen um?
    oder : Ich komme mit meinen Gefühlen nicht mehr zurecht... was kann ich tun?

    Gefühle sind schwierig, weil sie einen ganz unvorbereitet treffen. Und weil sie einem unvorbereitet treffen durchdringen sie einen und überschwemmen ihn. Man hat das Gefühl zu ertrinken und alle Äste, nach denen man greift zerbrechen. Mit seinen Gefühlen zurechtzukommen ist noch einmal genauso schwierig wie sprechen und laufen zu lernen. Aber kann man erst einmal mit seinen Gefühlen leben, dann sind sie eine absolute Bereicherung und machen das Leben lebenswert.

    Gerade im Outing-Prozess wissen viele Jugendliche nicht mehr was sie tun soll, an wen sie sich wenden sollen und wie sie weitermachen sollen. Auch Suizid-Gedanken sind keine Seltenheit.

    Imaginäre Wände türmen sich auf und Probleme über Probleme wachsen um einen herum. Man fühlt sich innerlich zerrissen und könnte nur noch schreien.

    Und das ist eigentlich keine schlechte Idee... einfach mal seinen Gefühlen Luft machen, sich ins Auto setzen und losbrüllen... oft hilft es.

    Rede mit jemandem, dem Du vertraust. Und wenn alles nicht hilft.... Du bist absolut kein Einzelfall... ganz im Gegenteil. Scheue Dich nicht professionelle Hilfe anzunehmen, denn dafür ist diese da. Habe keine Angst, die Adressen für kostenfreie Hilfe bekommst Du bei der AIDS-Hilfe in der nächsten größeren Stadt.

    Es dauert, aber Du wirst lernen mit Deinen Gefühlen umzugehen.


 

    Dauerständer
    oder: Meine Hose platzt fast, wenn ich einen Mann sehe...ist das normal?

    *
    Smile*

    völlig!

    Wem von uns ist das noch nicht passiert... wir gehen auf der Straße entlang und denken an nichts gutes... und dann passiert es. Der Blick wandert nach Oben...ein Mann! Und was für ein Mann! Der Magen verdreht sich wie im Free-Fall - Tower und Dir wird schwummrig vor Augen. Die Geschehnisse in der Hose gar nicht zu erwähnen.

    Das ist völlig normal und geht jedem von uns so.

    Gerade Jugendliche, die ihre Homosexualität gerade entdecken sind noch viel stärker betroffen, weil die Hormone völlig verrückt spielen. Jeder Mann wird potentielles Lustobjekt.

    Das geht in Ordnung.... haben wir alle durchgemacht... machen es gerne immer wieder mal durch

 

    Was für Sexpraktiken gibt es?

    Alles was Spaß mach und beide Partner mögen.

    Sex ist eine sehr schöne Sache, die unglaublich viel Spaß machen kann und beiden Partnern ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl geben kann. Für mich persönlich gehört alles wie kuscheln, küssen, rangeln, Vorspiel, Nachspiel und alles was man sich vorstellen kann auch schon zum Sex dazu. Auch kann das eine oder das andere wegfallen. Es ist auch nicht immer wichtig zum Orgasmus zu kommen. Man sollte Spaß haben und Lust empfinden. Alles andere kommt eigentlich von selbst.

    Wichsen / Handbetrieb:

    Die Sache liegt wohl auf der Hand und wird von in einsamen Abenden sowieso des öfteren als Selbstbefriedigung oder Onanie betrieben. Durch Stimulation mit der Hand wird der Partner erregt und mittels rhythmischer Auf- und Abwärtsbewegungen am Penis des Partners wird dieser zum Orgasmus gebracht. Hier gibt es viele Möglichkeiten, die spielerisch erforscht werden sollten. Es ist eine sehr sichere Methode, die voller Lust steckt und sehr lange gezogen werden kann.

    Oral:

    Hier wird mittels des Mundes und der Zunge der Penis des Partners stimuliert. Es gibt auch hier viele Möglichkeiten den Partner zu befriedigen. Mit der Zunge kann beispielsweise die Eichel umfahren werden oder am Penis entlanggefahren werden. Meist wird die Eichel ganz mit dem Mund umschlossen und in rhythmischen Auf und Abwärtsbewegungen und mittels leichten Saugbewegungen der Partner aufs Höchste erregt. Die eigene Entscheidung ist es ob man zulässt, dass der Partner im Mund abspritzt und ob man das Sperma schluckt. Das ist eine Frage des eigenen Wollens und Geschmacks. Achtung: Hierbei besteht Ansteckungsgefahr!

    Anal:

    Beim Analverkehr dringt der Partner in den After seines Freundes ein und stößt leicht den Schaft hinein und zieht ihn wieder heraus. Hierbei werden verschiedene Erregungspunkte stimuliert, die ein erhöhtes Lustgefühl hervorrufen und bis zum Orgasmus führen können. Besonders erregend ist die Prostatareizung.

    Diese Praktik ist meist mit leichten Schmerzen beim Eindringen verbunden, die jedoch schnell in Lustgefühl übergeführt werden können. Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob er Analverkehr wünscht. Auf jeden Fall sollte mit viel Gleitgel gearbeitet werden und wegen der erhöhten Ansteckungsgefahr mit Kondomen gearbeitet werden.

    Dies sind nur Grundlegende Praktiken, viele weitere sind vorstellbar und muss jeder selbst erfahren.... auf jeden Fall muss Spaß dabei sein... erdulden ist nícht!!!!!

 

    Wer kann mir helfen?

    Deine Eltern, gute Freunde und alle Vertrauenspersonen sind immer die besten Ratgeber. Wenn Du noch in der Schule bist kann Dir Dein Vertrauenslehrer weiterhelfen.

    Die AIDS-Hilfe, die es in jeder größeren Stadt gibt hat viele Adressen und hilft gerne weiter. Auch professionelle Hilfe von einem Psychologen ist immer eine gute Idee, wenn Du nicht weiterweißt.

    Aber überlege Dir immer: Was will ich wirklich?

    Für Dich dreht sich die Welt um Dich und Du bist die wichtigste Person in Deinem Leben. Und Du musst Dir Deine Welt nach Deinen Wünschen einrichten....

 

    Was bedeutet es eigentlich

    Sich "Outen" bedeutet, aus sich herauszukommen. Die Zweifel und die Ängste zu überwinden und zu sich selbst stehen zu können.

    Dies ist der wichtigste Teil des Outings... das innere Outing. Zu wissen, dass man nicht unnormal ist und zu sich zu finden.

    Hierbei ist es ein wichtiger Schritt, dass man das Verheimlichen vor der Umwelt aufgibt. Hierbei "outet" man sich meist einem engen Personenkreis . Zu diesem Personenkreis gehören die Eltern und der Freundeskreis, eben Personen, die am eigenen Leben teilhaben. Outen heißt nicht, dass man von nun an durch die Welt rennt und schreit : "Ich bin schwul", sondern das man offen damit umgehen kann und zu sich und seinem eigenen Leben steht.

 

    Ist es eine Phase?

    Die alte Phasentheorie ist die große Hoffnung der Eltern.

    Tatsächlich haben die meisten männlichen Jugendlichen im alter von 14-17 zahlreiche homosexuelle Phantasien und auch Kontakte (homophile Phase). Dies ist ein natürlicher Prozess und hat mit den späteren Neigungen wahrscheinlich nichts zu tun.

    Diese Periode ist aber wohl mit größer Sicherheit mit 19-20 spätestens abgeschlossen und hat keine Auswirkung mehr auf Dein jetziges Leben. Normalerweise weiß ein Junge, ob er schwul ist oder auch nicht. Es gibt Ausnahmen und einige Schwule gehen dann doch zum Anderen Geschlecht über, der Regelfall ist eher umgekehrt.

    Gehe nicht davon aus, dass es eine Phase ist. Im Inneren weißt Du, was los ist und was Du willst, oder?
     

     

    Hilfe,ich liebe eine Hete!
    Oder: Wie gehe ich damit um, daß ich für einen meiner ziemlich
    offensichtlich heterosexuellen Freunde mehr empfinde. Bring ich es
    ihm bei oder lasse ich es bleiben?


    Naja, da ist es zuerst mal wichtig, sich vor dem Bub zu outen.
    Ich denke, es kommt darauf an, wieviel man ihm zumuten will. Ich habe
    aber die Erfahrung gemacht, daß die Freundschaft, wenn erstmal die
    Fronten geklärt sind, auf einer wesentlich besseren Ebene weitergeht.
    Wenn der Typ damit ein Problem hat, dann Ciao Bello!
     
     
     

 

    schwulenfeindliche Witze

    dazu: Laß das Pack labern. Es ist auch kein persönlicher Angriff
    gemeint. Es bringt ohnehin nichts, den Märtyrer der
    Menschheit zu spielen und alle vom Besseren zu überzeugen. meist ist
    das eh nicht ernst gemeint. Und vielleicht kann man selber mit der
    nötigen Selbstironie über manches selber lachen. Über sich selbst zu
    lachen, ist eh am schwierigsten.
     
     
     

 

    Den Freund den Eltern vorstellen?

    Wenn man der Meinung ist, das ist es dann: Warum nicht?
    Ist es nur der kurze Flirt würde ich es bleiben lassen. Nichts ist
    blöder als, die dumme Frage der Eltern, warum denn der nette Junge
    von neulich nicht mehr kommt.